Komunität

Die Benediktinermönche sind nach der Benediktsregel Christen, die gemeinsam in einer Kommunität beten und arbeiten. Die Mönche kennen sowohl das persönliche Gebet (und zwar besonders die lectio divina -- die kontemplative Lesung der Bibel) als auch den öffentlichen, liturgischen Gottesdienst (das sog. opus dei -- Werk Gottes: Die Eucharistie und das divinum officium -- das Stundengebet im Mönchs-Chor). In einer gewissen Art und Weise wird auch die Arbeit der Mönche zum Gebet. Es handelt sich dabei um Handarbeit, Seelsorge, Bildung, Wissenschaft, so, wie es die Ortsverhältnisse und Ausbildung der Mitbrüder erlauben. Die Benediktinermönche legen vier Gelübde ab: Armut, Keuschheit (in der benediktinischen Tradition werden sie gemeinsam als klösterlicher Lebenswandel oder Sittenbekehrung bezeichnet), Gehorsam und Stabilität (Beständigkeit -- lebenslanges Ausharren in jeweiliger Klostergemeinschaft).

Aufnahme in die Klostergemeinschaft

Der Interessent, der um den Eintritt in die Klostergemeinschaft bittet, wird zunächst als Gast, später als Kandidat aufgenommen. Nach der Einkleidung, bei der ihm die Ordenstracht angezogen wird und er den Ordensnamen empfängt, beginnt sein Noviziat. Bei den tschechischen Benediktinern dauert es mindestens ein Jahr und wird meistens im Heimatkloster verbracht, oder — wenn die erforderlichen Bedingungen dort nicht gegeben sind — in einem geeigneten ausländischen Kloster. Danach legt der Mönch die zeitlichen Gelübde auf ein Jahr ab. Die Gelübde werden dann jährlich erneuert, bis die Frist von drei Jahren abgelaufen ist. Wenn das Konventkapitel (die Versammlung aller stimmberechtigten Mönche mit feierlichen Gelübden) seine Zustimmung gibt, kann er dann die feierlichen Gelübde (professio sollemnis) ablegen, die ihn nun endgültig mit der Klostergemeinschaft verbinden.

Kontakt zum Novizenmeister: P. Benedikt Kolaja OSB

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