Benediktiner Orden (OSB)

Die Benediktinererzabtei des hl. Adalbert und der hl. Margarete ist ein Kloster des Benediktinerordens (Abkürzung OSB -- Ordo Sancti Benedicti).

Anfänge

Der Ordensgründer, der hl. Benedikt, lebte gegen Ende des 5. und in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts in Italien. Er gründete in Monte Cassino ein Kloster und verfasste für seine Mönche eine Regel, deren 73 Kapitel die Grundweisungen für das Leben in der Klostergemeinschaft enthalten. Die Benediktsregel gestaltet die ältere monastische Überlieferung des Ostens sowie des Westens klug und angemessen um. Sie ragte im unruhigen 6. Jahrhundert (in der Zeit Völkerwanderung) durch weise Mäßigung hervor und betonte die Ortsbeständigkeit (stabilitas loci) sowie die Ausgewogenheit von kontemplativer und aktiver Lebensweise. Papst Gregor der Große gab den Anstoß zu ihrer Verbreitung auf den britischen Inseln. Unter Kaiser Karl dem Großen wurde sie zur klösterlichen Musterverfassung im ganzen karolingischen Reich. Noch heute leben die Benediktiner und Benediktinerinnen auf aller Welt nach dieser Regel. Jedes Kloster ist selbstständig; die Klostergemeinschaft bilden die Mitbrüder, die unter der Leitung des Abtes leben. Aus praktischen Gründen vereinigen sich die Klöster in sog. Kongregationen. Die Benediktinerklöster in Böhmen und Mähren und ein kroatisches Kloster in Ćokovac wurden 1945 in der "Slawischen Benediktinerkongregation des hl. Adalbert" zusammengefasst. Die Benediktinische Konföderation umfasst alle diese Kongregationen und auch jene Klöster, die außerhalb von Kongregationen stehen. Diese Konföderation wird vom Abtprimas geleitet, der seinen Sitz in Rom hat.

Die Mönche

Die Benediktinermönche sind nach der Benediktsregel Christen, die gemeinsam in einer Kommunität beten und arbeiten. Die Mönche kennen sowohl das persönliche Gebet (und zwar besonders die lectio divina -- die kontemplative Lesung der Bibel) als auch den öffentlichen, liturgischen Gottesdienst (das sog. opus dei -- Werk Gottes: Die Eucharistie und das divinum officium -- das Stundengebet im Mönchs-Chor). In einer gewissen Art und Weise wird auch die Arbeit der Mönche zum Gebet. Es handelt sich dabei um Handarbeit, Seelsorge, Bildung, Wissenschaft, so, wie es die Ortsverhältnisse und Ausbildung der Mitbrüder erlauben. Die Benediktinermönche legen vier Gelübde ab: Armut, Keuschheit (in der benediktinischen Tradition werden sie gemeinsam als klösterlicher Lebenswandel oder Sittenbekehrung bezeichnet), Gehorsam und Stabilität (Beständigkeit -- lebenslanges Ausharren in jeweiliger Klostergemeinschaft).

© Benediktinské arciopatství

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